Glossar · Engineering
Ein Schutzmechanismus, der Aufrufe an einen fehlerhaften Dienst vorübergehend blockiert, damit sich dein System nicht mit sinnlosen Retries selbst überlastet.
Definition
Ein Circuit Breaker umschließt die Aufrufe an einen externen Dienst und zählt die Fehlerrate. Er kennt drei Zustände: geschlossen (Aufrufe gehen normal durch), offen (Aufrufe werden sofort abgewiesen, ohne den Dienst überhaupt zu belasten) und halb offen (nach einer Wartezeit lässt er einzelne Testaufrufe durch, um zu prüfen, ob der Dienst wieder gesund ist). Bleibt der Test erfolgreich, schließt er wieder.
In Integrationen brauchst du das, wenn eine fremde API langsam wird oder gehäuft 500er wirft. Ohne Schutzschalter feuern deine Worker weiter Requests plus Retries, laufen reihenweise in Timeouts und blockieren dabei die Queue. Der Breaker kappt das früh, gibt dem Dienst Zeit zur Erholung und liefert solange einen Fallback (etwa einen Cache-Wert oder eine spätere Wiedervorlage) statt den ganzen Job hängen zu lassen.
So nutzen wir das bei adsbird
Wenn die Close-API während eines Sync-Laufs gehäuft Timeouts liefert, öffnet der Breaker und die restlichen Datensätze wandern gesammelt in die Wiedervorlage, statt einzeln in Timeouts zu laufen.
Verwandte Begriffe
Circuit Breaker (Schutzschalter) in deinem Projekt?
Wenn du Circuit Breaker in einem konkreten Workflow brauchst, wir haben das wahrscheinlich schon gebaut.