Glossar · Engineering
Backpressure (Gegendruck)
Ein Mechanismus, mit dem ein überlasteter Empfänger dem Sender signalisiert, langsamer zu liefern, damit nichts überläuft.
Definition
Backpressure ist der Gegendruck, den ein System aufbaut, wenn es Daten schneller bekommt, als es sie verarbeiten kann. Statt immer mehr Arbeit in einen vollen Puffer zu kippen, bis der Speicher überläuft, bremst der Empfänger den Sender aus: Er nimmt erst wieder an, wenn er Kapazität frei hat. Warteschlangen mit Längenlimit, gedrosselte Consumer und blockierende Streams sind typische Umsetzungen.
Ohne Backpressure kippt eine Automation unter Lastspitzen. Schiebt ein Import 10000 Leads auf einmal in eine Queue, deine Anreicherung darf pro Sekunde aber nur 5 externe API-Calls machen, brauchst du eine Bremse, sonst laufen Rate-Limits, Timeouts und Speicher voll. Praktisch begrenzt du dazu die gleichzeitigen Jobs oder lässt die Queue nur so viel nachrücken, wie der langsamste Schritt schafft.
So nutzen wir das bei adsbird
Beim adsbird-Bulk-Demo-Build begrenzt eine Backpressure-Bremse die parallelen Jobs, damit ein Schwung von tausenden Leads nicht sofort in die Rate-Limits der Bild- und LLM-APIs rennt.
Verwandte Begriffe
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Wenn du Backpressure in einem konkreten Workflow brauchst, wir haben das wahrscheinlich schon gebaut.