Glossar · Tech & Architecture
Unidirektionaler HTTP-Stream vom Server zum Client für Realtime-Updates — leichtgewichtiger als WebSockets, ideal für Notifications und LLM-Streaming.
Definition
SSE nutzt eine offene HTTP-Verbindung mit Content-Type: text/event-stream, über die der Server beliebig viele Events streamen kann. Der Client (Browser, Mobile-App, Backend-Worker) liest sie sequenziell — ohne dass eine bidirektionale WebSocket-Verbindung nötig wäre.
Vorteile gegenüber WebSockets: läuft über Standard-HTTP/HTTPS (firewall- und proxy-freundlich), simpler in Auto-Reconnect, geringerer Server-Overhead. Limitation: rein server -> client, kein Push vom Client zurück (dafür weiterhin klassische HTTP-Requests nutzen).
Klassische Einsatzfelder: LLM-Token-Streaming (Claude- und OpenAI-Chat-APIs nutzen SSE), Live-Notifications in Dashboards, Realtime-Progress von Long-Running-Jobs. Für bidirektionale Chats sind WebSockets oder MQTT weiterhin die bessere Wahl.
So nutzen wir das bei adsbird
In unseren Custom-Chat-UIs (intern bei Kunden für LLM-Workflows) nutzen wir SSE zum Token-Streaming — UX fühlt sich sofort an, statt 4-8 Sekunden auf den kompletten Response zu warten. Auf dem Server liegt nginx mit proxy_buffering off;, sonst hält der Reverse-Proxy den Stream zurück.
Verwandte Begriffe
Server-Sent Events (SSE) in deinem Projekt?
Wenn du Server-Sent Events in einem konkreten Workflow brauchst — wir haben das wahrscheinlich schon gebaut.